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Rahel kam Ende August am Abend zur Welt. Ganz alleine mit mir. Obwohl geplant gewesen war, dass eine Hebamme, zwei Ärzte und eine Doula dabei sein sollten, hatte Rahel andere Pläne. In der gemieteten Badewanne, die mitten im Wohnzimmer aufgestellt war, fehlte noch etliches Wasser, das ich nachfüllen wollte, wenn eine Zeit vergangen war. Bloss kam es nicht mehr dazu, weil Rahel es
15 Minuten vor der herbeigerufenen Hebamme war sie schon da, gesund und munter.
Ein bisschen überrascht war ich schon und einen Moment lang bekam ich fast Angst, als ich merkte, dass Rahel jetzt kommt, ohne auf die Hebamme zu warten. Aber es blieb gar keine Zeit für Angst. Ich versuchte mit der Hand auf Höhe der Klitoris etwas Gegendruck zu geben, denn an dieser Stelle wollte ich keinen Riss mehr - und dann war sie auch schon da! Ich liess sie nicht im Wasser, sonder hob sie sogleich zu mir hoch. Und zusammen mit dem inzwischen herbeigeeilten Vater warteten wir drei auf die Hebamme. Der Vater holte noch schnell den Fotoapparat und so entstand das Bild auf der rechten Seite.
Die Nabelschnur durchtrennten wir erst, als die Hebamme da war. Die Nachgeburt kam auch erst dann.
Ich bin froh, dass erst mein viertes Kind diese Idee hatte, mit mir allein zu sein. Beim Ersten wäre ich sicher in Panik geraten.
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Rahel
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