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Verhütungs-Implantat im Körper nicht mehr auffindbar
Das Verhütungs-Implantat Implanon ist
seit rund sieben Jahren auf dem Markt.
Wer damit verhüten will, muss sich von
einem Arzt ein Stäbchen unter die Haut eines Armes implantieren lassen. Das darin enthaltene Hormon
Gestagen verhindert den Eisprung und verdickt den Schleim im Gebärmutterhals. Die verhütende Wirkung
besteht während rund drei Jahren.
Wer vorher ein Kind will, muss sich das Stäbchen mit ärztlicher Hilfe entfernen lassen. Doch das
ist offenbar nicht immer möglich.
Laut dem Pharma-kritischen
«Arznei-Telegramm» gibt es Implantate, die «trotz eingehender Suche» mit Ultraschall,
Magnetresonanz-Tomografie und operativer Eingriffe nicht mehr aufzufinden sind. Die betroffenen
Frauen sind damit unfreiwillig sterilisiert, bis die Wirkung des Stäbchens nachlässt.
Der Herstellfirma Organon, einer Tochterfirma des niederländischen Akzo-Nobel-Konzerns, ist das
Problem offenbar bekannt. Sie gibt jedoch keine Auskunft darüber, wie viele Frauen betroffen
sind.
FrauenSicht 4/05
FrauenSicht, Postfach 193, 3095 Spiegel
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