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An einem triefenden Äuglein leiden die Säuglinge häufig und schon bald
nach der Geburt. In den allermeisten Fällen ist es völlig harmlos und heilt
fast von selbst wieder ab.Am besten hilft das regelmässige Auswaschen des Schleimes gegen die Nase
hin mit Muttermilch oder Augentrosttee. Wegen der Allergisierung ist man
heutzutage vorsichtig mit der Kamille und ihren Anwendungen.Man sollte darauf achten, dass das Baby nicht Zugluft ausgesetzt ist.Wird die Absonderung chronisch, das heisst dauert sie länger als eine normale
Erkältung oder kommen eine Rötung der Bindehaut oder der Augenlider oder gar
eine Schwellung dazu, dann sollte eine Fachperson konsultiert werden.Oft ist der Grund für ein lange anhaltendes, triefendes Äuglein ein verstopfter
Tränenkanal. Eine Fachperson kann zeigen, wie man diese Verstopfung mittels
einer feinen Massage lösen kann. Allein diese Massnahme hilft meistens, das
Leiden zu beheben. Wenn nicht, hat man die Möglichkeit, mit homöopathischen
Arzneimitteln erfolgreich zu behandeln. Die Therapie sollte aber von einer
ausgebildeten Fachperson ausgeführt werden.
Dr. med. Gisela Etter
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