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Kostenlose Tagesschulen kurbeln
die Wirtschaft an und
bringen
mehr
Steuern
(
Bericht aus Österreich)
Tagesschulen,
die für Eltern kostenlos sind, schreiben spätestens nach drei Jahren schwarze Zahlen. Zu diesem Schluss
kommt eine im Auftrag der Arbeiterkammer Oberösterreich erstellte Kosten-Nutzen-Analyse von Friedrich
Schneider, Leiter des Instituts für Volkswirtschaftslehre an der Universität Linz.
Schneider
berechnete die Zusatzkosten für Lehr- und Betreuungskräfte und verglich diese mit den Mehreinnahmen aus
Steuern und Sozialabgaben jener Elternteile, die dank der Tagesschulen wieder oder in einem grösseren
Umfang erwerbstätig sein können. Er kommt zum Schluss, dass der Staat im ersten
Jahr
87
Prozent der Kosten von Tagesschulen mit den zusätzlichen Einnahmen bezahlen kann. Spätestens nach drei
Jahren decken diese Einnahmen die ganzen Kosten.
Weiter
hält Schneider fest, dass ein grosser Teil der zusätzlichen Einkommen in den Konsum fliesse. Damit
belebe die dank der Tagesschulen mögliche höhere Erwerbstätigkeit die Volkswirtschaft und schaffe
zusätzliche Arbeitsplätze. Kommentar der Arbeiterkammer: «Schulen mit ganztägiger Betreuung sind keine
Kostenfrage im Gegenteil: sie finanzieren sich zur Gänze selbst und stellen darüber hinaus noch einen
erheblichen Wirtschafts- und Wachstumsimpuls dar.»
Aus
früheren Studien für Deutschland und die Schweiz geht hervor, dass der Staat mit dem Einrichten von
Kindertagesstätten Gewinn erwirtschaftet.
Die
Schweizer
Studie kam zum Schluss, dass von einem Schweizer Franken, den der Staat in Kindertagesstätten
investiert, mindestens drei Franken an ihn
zurückfliessen
.
Die
deutsche Studie kam zu einem ähnlichen Ergebnis: Von
jedem
Euro, den der Staat in einen Kinder-Betreuungsplatz investiert, fliessen 3,8 Euro an ihn
zurück.
Adresse:
Eine Kurzfassung der österreichischen Studie ist im Internet
abrufbar
Artikel
aus FRAUENSICHT, 3/04 Seite 22, zum Thema Mutterschaft
Redaktion
Barbara Marti, Rehweg 3, CH-8044 Zürich, 01-821 49 21
Weitere Infos auf
www.frauensicht.info
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