Erschöpfung - was nun?

Ich habe mich so auf mein Kind gefreut!
Nun ist es da, und eigentlich sollte ich glücklich sein...

Aber .....
 

  • Ich fühle mich zunehmend erschöpft 
  • Mein Körper reagiert anders, langsamer, als vor der Geburt 
  • Ohne ersichtlichen Grund habe ich Herzklopfen, Schwindel 
  • Mein Essverhalten hat sich verändert 
  • Ich muss mich anstrengen, um es allen recht zu machen 
  • Ich möchte nicht, dass jemand merkt, dass gerade ich dauernd überfordert bin 
  • Früher war ich an vielem interessiert, und heute lebe ich völlig lustlos 
  • Mein Partner weiss nicht, wie er mir helfen kann, und ich kann es ihm auch nicht sagen 
  • Warum bin ich stets so gereizt, ich will doch eine gute Mutter sein? 
  • Plötzlich überfällt mich Wut auf mein Kind 
  • Lasst mich doch endlich in Ruhe! 
  • manchmal möchte ich alleine sein, und doch schaffe ich es nicht, mein Kind jemandem stundenweise anzuvertrauen. 
  • ich kann nachts nicht mehr schlafen 

 
 
Wenn Sie sich seit Wochen oder Monaten nach der Geburt so oder ähnlich fühlen:
Sie sind nicht schuld daran. Diese Zustände sind erklärbar. Die Aufgabe als Mutter eines Säuglings oder Kleinkindes erfordert Höchstleistungen von Ihnen. Wenn die Kräfte des Körpers und der Psyche aus dem Gleichgewicht sind, sagen die Medizin und die Psychologie „Erschöpfungsdepression“. Dieser Zustand ist bekannt und veränderbar.
 
Warten Sie nicht lange zu:

  • Reden Sie mit einer Vertrauensperson, Freundin, Mütterberaterin, Ärztin/Arzt usw. 
  • Suchen Sie gemeinsam nach Entlastungsmöglichkeiten, die Ihnen entsprechen 
  • wenn sie zu erschöpft sind, selber etwas zu ändern, hier erhalten Sie Informationen = Was Sie tun können und wo Sie Hilfe finden  www.postnatale-depression.ch / www.eeh-schweiz.ch

 

Helfen Sie sich selbst, und nehmen Sie Hilfe in Anspruch

zum Beispiel:  

  • Nischen schaffen für Schlaf- und Erholungspausen 
  • Babysitting organisieren = Kinderkrippe / Grosseltern/ (es muss regelmässig sein)

Nächste Schritte:

  • Zeit für sich selbst nehmen, für das Zusammenleben mit dem Partner und für Kontakte mit Erwachsenen 
  • Aufnahme einer Aktivität ausserhalb der Mutter- und Hausfrauen-Rolle (Hobby, Kurs, evt. teilzeitliche Berufstätigkeit) 
  • Medizinische Betreuung (Medikamente nur als Überbrückungshilfe) 
  • Psychologische Beratung 
  • Körperorientierte Heilverfahren wie Akupunktur, Fussreflexzonenmassage, Entspannungstechniken, usw.
  • Selbsthilfegruppen 
  • Angebote der Eltern-/Erwachsenenbildung 
  • Gespräche, Kontakte, Informationen oder Unterstützung erhalten Sie an folgenden Stellen:
  • Mütter- /Väterberatungsstellen 
  • Hebammen / Stillberaterinnen
  • Gynäkologinnen / Hausärzten 
  • Kinderärztinnen / Kinderärzte 
  • Familienberatungsstellen 
  • Mütterzentren / Familienzentren 
  • Tagesmüttervereine 

 
www.postnatale-depression.ch

www.eeh-schweiz.ch

http://mutterglueck.ch

Geburtsverarbeitung

www.ffg-video.ch
Der Verein Familien- und Frauengesundheit FFG hat u.a. einen Videofilm produziert, der auch für Väter hilfreich sein kann: Der Film "Eltern zwischen  Freude und Erschöpfung, Start ins Leben mit einem Baby" sensibilisiert für den Themenkreis "postpartale Depression".